GROSSES EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT GEWÜRDIGT

Bundesverdienstkreuz für Markus Hörnschemeyer aus Rieste

Der Geehrte lächelte und war stolz: Markus Hörnschemeyer
        (2.v.l.), dessen Ehefrau Kristina, Dr. Winfried Wilkens (r.) und
        Dr. Horst Baier (l.). Fotos: Hans Schmutte

Der Geehrte lächelte und war stolz: Markus Hörnschemeyer (2.v.l.), dessen Ehefrau Kristina, Dr. Winfried Wilkens (r.) und Dr. Horst Baier (l.). Fotos: Hans Schmutte

 

Markus Hörnschemeyer ist mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Der Bundesspräsident würdigte das besondere ehrenamtliche Engagement des Bürgers aus Rieste.

„So alt bist du doch noch gar nicht“, war ein erster Gedanke, der Hörnschemeyer durch den Kopf schoss, als er ein Schreiben der Staatskanzlei erhielt. Aus diesem ging hervor, dass ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, im Volksmund Bundesverdienstkreuz, verliehen werden sollte.

Spätesten nach der von Kreisrat Dr. Winfried Wilkens gehaltenen Laudatio auf den 48-jährigen Geehrten war dem letzten Gast im Saal der „Alten Küsterei“ in Rieste klar: Der hat das wirklich verdient, Eine nicht enden wollende Liste an ehrenamtlichen Tätigkeiten auf Kommunal-, Kreis-, Landes- und Bundesebene wurde vorgetragen.

 

 

Die Urkunde des Bundespräsidenten im Bild.

 

In der von Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Horst Baier moderierten Verleihungsfeier nahm Dr. Wilkens die Ehrung in Vertretung des erkrankten Landrates Dr. Michael Lübbersmann vor. Er erläuterte, dass diese Auszeichnung derzeit vom Bundespräsidenten Theodor Heuss ins Leben gerufen wurde, weil der Staat Bürgersinn nicht anordnen könne, ihn allerdings fördern und anerkennen wolle.

Der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Tätigkeit von Markus Hörnschemeyer ist eindeutig der Wassersport. Dem Wasserskiclub Alfsee/Rieste (WSC) ist er als Kind beigetreten, hat früh wichtige Aufgaben übernommen, von der Bedienung der Seilbahnanlage bis zum „Technical Officer“. Er betreute internationale Wettkämpfe in London, Österreich und der Türkei, richtete mit seinem Team Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Deutsche Meisterschaften am Alfsee aus. Er habe, so Wilkens, dem Verein auf internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf verschafft, von dem auch die Gemeinde Rieste und der ganze Landkreis Osnabrück profitieren würden.

Seit 1999 ist der Geehrte Vorsitzender des WSC, vorher war er Pressewart und Schatzmeister. Er führte den Verein aus einer ernsthaften Krise heraus und stellte ihn auf gesunde Beine. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Kinder- und Jugendförderung, zum Beispiel mit dem Wintertraining in der Turnhalle, Kooperationen mit Schulen oder der Sommerferienbetreuung.

Bundesverdienstkreuz am Sakko, Rosenstrauß und glückliche Gesichter: Markus Hörnschemeyer mit seiner Ehefrau Kristina.

Neben seiner Tätigkeit im Hauptausschuss des Kreissportbundes Osnabrück-Land engagiert er sich auf Landes- und Bundesebene im Wasserski & Wakeboard Verband. Aber damit nicht genug: 2006 wurde er in den Rat der Gemeinde Rieste gewählt, seit 2016 nimmt er zusätzlich das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters wahr. Aktiv ist er außerdem in seiner Kirchengemeinde St. Johannes als Kommunionhelfer und Lektor.

Dr. Wilkens heftete Markus Hörnschemeyer die Verdienstmedaille ans Revers und überreichte ihm die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Verleihungsurkunde mit den Worten: „Wir sind stolz, einen Mitbürger wie sie in unserer Mitte zu wissen“.

In dem ersten der zahlreichen Grußworte erklärte Ortsbürgermeister Sebastian Hüdepohl, ein Jugendfreund des Geehrten, es sei nicht Sinn der Auszeichnung, ein Lebenswerk zu ehren und damit zum Aufhören zu motivieren. Vielmehr solle sie Anerkennung für das Geleistete und Ansporn für neue Aktivitäten sein. Für sein unermüdliches Engagement im Sinne des Gemeinwohls wurde Markus Hörnschemeyer bereits 2003 die Riester Ehrennadel in Silber verliehen.

In allen Redebeiträgen wurde deutlich, wie sehr die Weggefährten des Ordensträgers dessen Herzlichkeit, anpackende Art, die Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit schätzen. Mehrfachfach wurde darauf hingewiesen, dass ein solches Pensum an ehrenamtlicher Arbeit nur geleistet werden könne, wenn die Familie daran mitträgt und unterstützt. In seiner abschließenden Dankesrede bedachte ein sichtlich stolzer Markus Hörnschemeyer seine Ehefrau Kristina deshalb nicht nur mit anerkennenden Worten, sondern auch mit einem dicken Rosenstrauß

 

NOZ vom 30.05.2019, 16:38 Uhr

Von Hans Schmutte

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